evangelie.de


Home

Jugend

Kirche

Verschiedenes

Links

"Eine Insel im Meer der Fans"

Viktor Stebichow steht bei allen Spielen an den Westfalenhallen und reckt
„JESUS RETTET" in die Höhe. „Die Weltmeisterschaft ist eine einmalige Gelegenheit,
um Jesus den Menschen nahezubringen."
Von Tobias Bolsmann, WAZ Dortmund, 28.06.2006


Kaleidoskop der Kulturen, Kostumkarneval der Fans, Wettbewerb der schonsten Fangesange, Fahnenmeer. Es ist ein kunterbuntes Treiben, das sich vor den WM-Spielen auf der Hohen Stra?e, rund um die Westfalenhallen und auf der Strobelallee abspielt. Voller lautstarker Vorfreude stromen Fans Richtung Stadion. Und kommen dabei an einer Art Insel im Strom voruber. Uber den Kopfen der Menschen ragt ein Schild empor: Jesus rettet.

Viktor Stebichow tragt dieses Schild. Immer wieder schaut er nach oben. Als ob er kontrollieren will, dass sein Schild gut zu sehen ist, dass seine Botschaft verbreitet wird: Jesus rettet - und zwar nicht auf der Linie des eigenen Tores. Mit einem Lacheln reckt der 29-Jahrige den Fans kleine, selbst gedruckte Zettel entgegen, auf denen die Botschaft noch ein wenig ausfuhrlicher beschrieben steht.

Viele Schlachtenbummler haben nur einen kurzen, wenig interessierten Blick fur Stebichow ubrig, der sich wie der einsame Rufer im Fanmeer vorkommen muss. Doch ab und zu greift jemand zu. Ein Brasilianer mit Trommel vor dem Bauch nimmt einen Zettel mit. Stebichow ist zufrieden, wendet sich sofort den nachsten Menschen zu, die an ihm vorbeiziehen. Er will sich keine Verzogerung bei der Verbreitung seiner Botschaft leisten.

Eigentlich kann er sich die zwei Stunden vor den WM-Spielen gar nicht gut leisten. An der Bundesfachschule fur Orthopadietechnik bereitet er sich gerade auf sein Meister-Diplom vor. Zum Semesterende musste er fur die anstehenden Klausuren pauken. Doch

Stebichow, der an einem fru¬heren Punkt in seinem Leben Orientierung suchte und sie bei Gott fand, wollte „zu Gottes Ehre" die Heilsbotschaft wahrend der Weltmeisterschaft verkunden. Da konnen, da mussen die Klausuren warten, er ist sich sicher, dass Gott ihm in seinem Beruf schon den notigen Erfolg schenkt.

Die Weltmeisterschaft - und da denkt Stebichow ganz irdisch und okonomisch -, Meinen ist eine einmalige Gelegenheit, um tausenden Menschen den Namen Jesus nahezubringen. Deshalb suchte er sich die WM-Meile und die Rosenterrassen als Standort, denn dort kommen tatsachlich tausende Fans voruber.

„Es ist interessant zu beobachten, dass Jesus nicht vergessen wird", fasst er seine Erlebnisse zusammen. So habe eine Fangruppe, die ihm grolend entgegen kam, die Gesange abrupt und fast ehrfurchtig eingestellt, als sie Stebichow mit seinem Schild sahen. Deutschen Fans, die „Deutschland, Deutschland" schrien, antwortete Stebichow mit „Jesus, Jesus" - und die Fans stimmten mit ein. Unermudlich versucht Viktor Stebichow seine Botschaft unter den Fu?ballfans zu verbreiten.

In diesen Momenten ist sich Stebichow sicher, dass seine Botschaft ankommt. Und deshalb wird er auch beim Halbfnale wieder sein Schild in die Hohe recken: Jesus rettet.


 

 

GOTT SEGNE DICH!
  © 2004 · evangelie.de · impressium